| Konzept |
| Mendelssohn – Rheinberger
– Reger Die Romantiker und Bach - Bach und die Romantik |
Josquin Desprez 1450 – 1521
Giovanni P. d. Palestrina 1525 – 1594
Antonio Lotti 1667 –1740
Luigi Cherubini 1760 – 1842
Felix Mendelssohn Bartholdy 1809 – 1847
Josef Gabriel Rheinberger 1839 – 1901
Max Reger 1873 – 1916
Erhard Mauersberger 1903 – 1982
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Mendelssohn
– Rheinberger – Reger sahen in Bachs Kontrapunktschule die
Grundlage allen Komponierens, dies spiegelt sich deutlich in den eigenen Kompositionen wieder. Mendelssohn – Rheinberger – Reger bearbeiteten Bachs Werke um sie in ihrer Zeit populär zu machen. Mendelssohn – Rheinberger – Reger wendeten sich entschieden gegen Einflüsse, die der klassischen Bachschule entgegenstanden. Mendelssohn – Rheinberger – Reger - Mauersberger setzten sich als Dirigenten für Bachs Kompositionen ein. |
Johann Sebastian Bachs
Kontrapunktschule entwickelte sich aus seinem Genie und der Kenntnis der Kompositionen
von Josquin Desprez, Palestrina u.a großer alter Meister.
Obwohl immer in den Grenzen des strengen Stils, finden sich in den Kompositionen
Antonio Lotti`s harmonische Spannungen, unvorbereitete Vorhalte auf schwerer
Taktzeit und eine starke Neigung zur ausdrucksvollen Wiedergabe des Textes durch
Sequenzen. Bach war davon begeistert. Er studierte und kopierte die Werke Lottis
und gehörte zu seinen Schülern.
Palestrinas, Josquin Desprez und Lottis Kompositionen
waren auch Rheinberger, Mendelssohn und Reger gut bekannt. (Reger, 1907 : Aber
„unsereins“ ist eben ....in den Messen von Palestrina, den Fugen
Bachs u.sw. viel, viel mehr bewandert, als im Verkehr mit Ministern....“)
Rheinberger und Mendelssohn führten die Werke der alten Meister auf - Rheinberger
als Hofkapellmeister an der Allerheiligenkirche in München, Mendelssohn
als Hofkapellmeister in Düsseldorf (Mendelssohn, 1833 über Noten alter
Meister für die Kirchenkonzerte in Düsseldorf: „Ich fand prächtige
Sachen, und nahm dort wieder 6 Messen von Palestrina, eine von Lotti, eine von
Pergolesi, und Psalmen von Leo, Lotti u.s.w. mit.“)
Bach mit romantischen Ausdruckselementen
Bei Bach finden sich bereits Stilelemente, die erst in wesentlich späteren
Zeiten (in der Romantik) allgemein und bewußt angewendet wurden. Er benutzte
als Erweiterung des persönlichen Erlebens in vielen seiner Kompositionen
deutlich romantische Ausdruckselemente (Harmonik, Instrumentierung) ohne die
Formenwelt (Kontrapunkt) des Barock zu verlassen, zwei Beispiele unter vielen
hierfür sind, aus der Matthäuspassion die Altarie „Erbarme dich,
mein Gott“ und der Schlusschor „Wir setzen uns mit Tränen nieder“.
Wären diese romantischen Elemente in der Musik Johann Sebastian Bachs nicht
enthalten, hätte die Matthäuspassion in der Mendelssohnzeit nie diese
große Anhängerschaft gefunden, und unser Bachbild wäre heute
ein anderes.
Die Romantiker und Bach
Felix Mendelssohn Bartholdy löste mit der Wiederaufführung der Matthäuspassion
1829 eine bis heute anhaltende Begeisterung und auch Anerkennung der Werke Bachs
aus. Wie er hatten auch Rheinberger und Reger Bachs Kontrapunktschule verinnerlicht
und in ihren Briefen spiegelt sich eine große Bachverehrung.
Rheinberger, 1888: „Der moderne Kontrapunktist muß aber die Bach`sche
Schule in sich aufgenommen haben, wenn er nicht wieder längst Gehörtes
reproducieren will...“
Reger, 1891: „Aber glauben Sie mir, all die harmonischen Sachen, die man
heutzutage sucht zu erfinden, und die man als so großen Fortschritt anpreist,
hat unser großer unsterblicher Bach schon längst und viel schöner
gemacht! Gewiß!“
Mendelssohn, 1835 über die Bachkantete “Gottes Zeit ist die allerbeste
Zeit“ an seinen Vater: „Ich möchte aber, Du hörtest den
Bach noch einmal, weil ein Stück, das Du weniger hervorhebst, mir darin
am meisten gefällt: - es ist die Alt- und Baßarie; nur muß
der Choral von vielen Altstimmen, und der Baß sehr schön gesungen
werden. So herrlich die Stücke „bestelle dein Haus“ und „es
ist der alte Bund“ sind, so liegt allein in dem Plane von dem folgenden
Stücke, wie der Alt anfängt, der Baß darauf ganz frisch und
neu unterbricht, und bei seinen Worten bleibt, während der Choral als Drittes
eintritt, und wie dann der Baß freudig schließt, und der Choral
noch lange nicht, sondern immer stiller und ernsthafter fort singt, etwas sehr
Erhabenes und Tiefsinniges,“
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Mendelssohn – Rheinberger – Reger und die Leipziger Bachschule |
Mendelssohn war seinem Kompositionslehrer Carl Friedrich Zelter Zeit seines
Lebens dankbar, der die Noten des zu der Zeit nicht mehr bekannten Bach sammelte
(u.a. die von Mendelssohn 1829 aufgeführte Matthäuspassion), die Genialität
Bachs erkannte und die entscheidenden Impulse vermitteln konnte. Mit der Gründung
des Mendelssohnschen Konservatoriums 1843 begann auch die Verbreitung und Lehre
des Bachschen Kontrapunktes. Dies hat weitere Musikergenerationen bis heute
entscheidend geprägt. Prof. Dr. H. Riemann wird Regers Kompositions und
Theorielehrer. Er gibt Reger wichtige Anregungen bei der Vermittlung der Kontrapunktschule
Bachs, was Reger nachhaltig beeinflußt hat. 1905 wurde Reger Lehrer für
Komposition und Orgel in München. Ab 1907 unterrichtete er am Leipziger
Konservatorium. Der enorme Einfluß der Leipziger Bachschule auf Rheinberger
läßt sich leicht ableiten. Franz Hauser war mit Mendelssohn befreundet
und hinterließ eine bedeutende Sammlung von Bach-Autographen. Er leitete
das Konservatorium in München in der Zeit, als Rheinberger dort studierte.
Der Violinist, Musiktheoretiker und Komponist Moritz Hauptmann, der auf Empfehlung
Mendelssohns 1842 Thomaskantor wurde, unterrichtete ab 1843 an Mendelssohns
Konservatorium Musiktheorie. Emil Leonhard war Schüler Hauptmanns und später
der Klavierlehrer Rheinbergers. Julius Joseph Maier war ebenfalls Schüler
Hauptmanns und etliche Jahre danach Rheinbergers Kontrapunktlehrer.
| LEIPZIGER BACH – SCHULE |
Moritz Hauptmann
Leonhard Maier Hauser
Rheinberger
Als Komponist, als Hofkapellmeister an der Allerheiligenkirche und als Kompositionslehrer
an der Königlichen Musikschule und der Akademie der Tonkunst sah Rheinberger
seine Aufgabe:
1. In der kontinuierlichen Pflege der kirchenmusikalischen Traditionen.
2. Im anerkennen zeitgenössischer Musik als einzige Möglichkeit dem
Empfinden und Anschauungen einer Zeit mit den Mitteln dieser Zeit Ausdruck zu
verleihen.
3. In der Akzentuierung der Bachschen Kontrapunktschule als Grundlage musikalischer
Gestaltungsprinzipien und zur Ausbildung des musikalischen Kombinationsvermögens.
Rheinberger, 1888: „Nicht das „wahre Alte“ stört, wohl
aber das „unwahre“ Nachgefälschte.Warum soll ich mich, sooft
ich in die Kirche gehe, künstlich in das fünfzehnte oder sechszehnte
Jahrhundert versetzen? Mozart`s Ave verum ist vollständig modern und doch
denkbar edelste Kirchenmusik. Selbst ein moderner Palestrina (wenn er existieren
würde) müßte heut zu Tage in gutem und wahren Sinne „modern“
componiren. Orlando, Palestrina schrieben zu ihrer Zeit „Gegenwartsmusik“
und keine Vergangenheits- oder Zukunftsmusik... Auf dem Gebiete des rein Kontrapunktischen
ist das Imitieren eben bedeutend schwieriger und gerade hierin sind die genannten
alten Meister unnachahmlich. Der moderne Kontrapunktist muß aber die Bach`sche
Schule in sich aufgenommen haben, wenn er nicht wieder längst Gehörtes
reproducieren will: denn nur jene Schulung bildet und stählt das musikalische
Combinationsvermögen in der Weise, daß das Starre des Contrapunktes
sich jedem Gedanken, jeder Norm frei und ungezwungen fügt“.
| Besonderheiten einiger
Stücke des Programm`s und Verbindungen der Komponisten: Mendelssohn – Rheinberger – Reger zueinander |
Nr. 10
Luigi Cherubini 1760 – 1842 „Graduale“ aus dem „Requiem“
für Männerstimmen
Mendelssohn, 1838 an das Comitè des Niederrheinischen Musikfestes: „In
Hinsicht des zweiten Tages möchte ich vorläufig fragen, ob sie bei
Cherubini anpochen wollen wegen seines neuen großen Requiem; es müßte
freilich übersetzt werden, und ist nur für Männerstimmen, allein
da es nur eine Stunde dauern soll, oder noch weniger, so thäte das vielleicht
nichts und nach allen Urtheilen soll es ein herrliches Werk sein“. Tatsächlich
gilt das Requiem d-moll auch aus heutiger Sicht als eines der besten Kompositionen
Cherubinis. Seine Studien führten ihn zum Gebrauch der kontrapunktischen
Kompositionstechnik des 16. Jahrhunderts, die dem Zeitgeschmack entsprechend
variiert wurde. Die jüngeren französischen Zeigenossen Cherubinis
sahen in ihm einen modernen Palestrina, der in der Lage war, die strenge Schönheit
des Kontrapunkts mit einem dramatischen, um eine reiche Instrumentierung erweitereten
Ausdruck zu kombinieren.
Mendelssohn und Cherubini
Abraham Mendelssohn, der Vater von Felix, wußte nicht sicher, ob die Begabung
seines Sohnes ausreichte, um den Musikerberuf auszuüben. 1825 fuhr er deshalb
mit dem erst fünfzehnjährigen Felix zu dem berühmten Komponisten
Luigi Cherubini nach Paris, wo Felix mit Pariser Musikern sein neues Klavierquartett
h-Moll spielte. Dem jungen Musiker attestierte Cherubini eine außergewöhnliche
Begabung. Der Vater hatte nun nichts mehr gegen den Berufswunsch Felix Mendelssohn
Bartholdys einzuwenden. Das war der Beginn eines bis zu dem Tode Cherubinis
währenden Kontaktes beider Musiker. Mendelssohn führte viele Werke
von Cherubini auf, u.a. die Oper „Der Wasserträger“ am Düsseldorfer
Theater.
Mendelssohn, 1834: „Die acht Tage vor dem Wasserträger sind wirklich
mühsam gewesen, oft neun bis zehn Stunden im Ganzen...Auch hatten die Leute,
die den Wasserträger nur vor 15 bis 20 Jahren gesehen oder davon gehört
hatten, die Meinung, es sei eine alte vergilbte Oper...das ganze ging so nervös,
gespannt, zitternd durcheinander, daß schon bei dem zweiten Musikstück
die ganze Düsseldorfer Opposition in’s Feuer gerieth, und klatschte
und rief und weinte durcheinander. Einen bessern Wasserträger als meinen
Günther habe ich nie gesehn, - das war alles so liebenswürdig und
natürlich....Morgen (Charfreitag) Abend singen wir die sieben Worte von
Palestrina, die ich in Cöln gefunden habe, und ein Stück von Lasso
in der Kirche, und am Sonntag geben wir die Cherubins`sche C - Dur Messe“.
Rheinberger und Cherubini
Rheinberger hörte und sah mit seinem Freund, dem Geologen, Physiker und
Musikwissenschaftler Prof. Dr. phil. Dr. med. Karl Franz Emil von Schafhäutl
(1803 – 18909) , welcher großen Einfluß auf R. hatte, im Theater
in München am 28.5.1854 Cherubinis „Wasserträger“. Diese
Aufführung muß auf Rheinberger großen Eindruck gemacht haben,
denn 25 Jahre später schrieb er über die Übersetzungsarbeit an
der Chrubini-Biographie von Edward Bellasis an diesen: „Allow me to state
that I undertake to do so out of pure interest to the great Composer (Cherubini)
whom I admire since my boy`s-days and whose character is very sympathizing to
me“ Vgl. Bf. An E. Bellasis, Jan. 1879, Mbs, Rha 6, S. 194 (Laß
mich sagen, daß ich diese Unternehmung aus reinem Interesse für diesen
großen Komponisten tue, den ich schon seit meiner Jugendzeit bewundere
und dessen sympatischer Charakter mich sehr verpflichtet) Am 8. Februar 1879
begann Rheinberger mit der Übersetzung der Cherubini-Biographie von Bellasis.
Eward Bellasis,, 1879 : „In Erwiderung Ihres Briefes vom 11. dieses Monats
gestatte ich mir festzustellen, daß es mir eine große Genugtuung
sein würde, das Werk ins Deutsche übersetzt zu bekommen, und daß
vor Ihnen niemand diese Arbeit übernommen hat.“ Leider verstarb Rheinberger
vor der Fertigstellung (es fehlten die letzten 37 Seiten ). 1972 erschien das
Werk, ergänzt von Hans-Josef Irmen. Rheinberger ist einer der bedeutendsten
Kontrapunktiker des 19. Jahrhunderts, der die Kontrapunktlehre Bachs und Cherubinis
studierte und weiter lehrte. Die Wahlverwandschaft Rheinbergers mit Cherubini
jedoch prägte sein Wesen derart, dass er der „Deutsche Cherubini“
genannt wurde. Die theoretische und praktische Beschäftigung mit der Vokalpolyphonie
der Meister des 16. und 17. Jahrhunderts und die Auseinandersetzung mit Cherubini
prägten Rheinbergers Schaffen und seine Tätigkeit als Kompositionslehrer
und markierten seine Hinwendung zum Klassizismus.
Reger - Rheinberger
Reger komponierte in Verehrung zu Bach und Rheinberger: op. 46 - Fantasie und
Fuge für Orgel über B A C H und widmete sie Rheinberger mit den Worten:
„Herrn Geheimrath Professor Dr. J. von Rheinberger in besonderer Verehrung
zugeeignet“
Reger - Mendelssohn
Reger, 1909: „Was mich bei Mendelssohn so anzieht, ist die Wahrheit des
Ausdrucks, des Empfindungslebens, eines auch menschlich durch und durch vornehmen
Künstlers. Dabei offenbart sich besonders in den „Liedern ohne Worte“
eine derartige Vollendung des klaviertechnischen Materials, eine solch absolute
Beherrschung des musikalisch-formellen Elements, daß man all den verwirrten
und verirrten jungen Übermenschen, bei denen Musik überhaupt erst
beim achten Horn, beim „vierfachen Holz“, bei vierundsechzig Schlaginstrumenten
und einigen Dutzenden verschiedenen gestimmten Glocken beginnt, ein gründliches
„Stahlbad“ in Mendelssohn nur aufs dringendste empfehlen kann.“
Reger führte Werke Mendelssohns auf, als Dirigent u.a. den „Sommernachtstraum“
und als Organist natürlich die Orgelwerke und Klavierkompositionen Mendelssohns.
Er war befreundet und unterhielt guten Kontakt mit dem Bankdirektor Ludwig Mendelssohn
Bartholdy, eines Enkels von Felix, und seiner kunstinteressierten Frau Edith.
Rheinberger – Mendelssohn
Rheinberger führte als Hofkapellmeister der Allerheiligenkirche Kompositionen
Mendelssohns auf, z.B. : Jubilate Deo, Mitten wir im Leben sind, Hymne für
Sopran und Orgel u.a..
Nr. 11
Felix Mendelssohn Bartholdy 1809 – 1847 Vespergesang op. 121 „Adspice
Domine“ für Männerstimmen, Violoncello, Bass
Diese Komposition entstand 1833 in Düsseldorf für die dortige kirchenmusikalische
Ausgestaltung. Die Komposition wurde erst nach dem Tod Mendelssohns von Julius
Rietz 1874 veröffentlicht. Julius Rietz war Cellist, Dirigent und Komponist.
Er wurde 1835 Nachfolger Mendelssohns als Kirchenmusikdirektor in Düsseldorf,
1848 nach Gades Gewandhauskapellmeister und Kompositionslehrer am Konservatorium
in Leipzig und gab 1874-1877 die Werke Mendelssohns in Leipzig heraus.
Bei der Sichtung in der Musikbibliothek in Leipzig fanden sich zu diesem Stück
zwei Varianten in der Herausgabe von Julius Rietz:
1. die bekannte und vom Carus Verlag neuverlegte Ausgabe in der Besetzung: Männerstimmen,
Cello und Contrabass.
2. eine zusätzliche Ausgabe mit Orgel, Cello und Contabass, wobei die Orgel
Continuofunktion hat.
Auf der ersten Seite steht gedruckt: „Die für die Ausführung
diese Werkes nöthige Orgelstimme ist von Julius Rietz im Sinne des Componisten
versuchsweise dazu gesetzt worden.“
Nach Rücksprache mit der Mendelssohn Forschungsstelle läßt sich
sagen, daß es durchaus wahrscheinlich ist, daß Mendelssohn die Orgel
als zusätzliches Begleitinstrument in Erwägung zog. Zwar existiert
keine Orgelstimme von der Hand Mendelssohns, zumindest findet sich aber in der
autographen Partitur Mendelssohns, die heute in der Staatsbibliothek zu Berlin
aufbewahrt wird, eine Generalbaßbezifferung in einem Takt. Es ist davon
auszugehen, dass Mendelssohn bei Herausgabe zu Lebenszeit die Orgelcontinuostimme
dazu gesetzt hätte. Cello und Contrabass haben längere Passagen durchgängige
Achtelfiguren ganz allein zu spielen und diese Stellen erinnern deutlich an
den Instrumentalpart Bachscher Kantatenarien, die ja immer als basso continuo
gesetzt sind. In der Art des Bachschen Kontrapunktes zu komponieren, ist bei
Mendelssohn keine Seltenheit.
Wir sind im Einklang mit Ralf Wehner, der die von Julius Rietz gesetzte Orgelstimme
authentischer einschätzt als nachempfundene Versionen unserer Zeit. Julius
Rietz kannte die Werke Mendelssohns sehr gut, er hat mit Mendelssohn konzertiert
und wußte deshalb auch am ehesten, wie und an welchen Stellen Mendelssohn
harmonisierte.
Der Vespergesang op. 121 „Adspice Domine“, der aus fünf Teilen
besteht, wird mit den Leipziger Vokal Romantikern erstmalig in einer Form aufgeführt,
die der ursprünglichen Intention des Komponisten bezüglich der Besetzung
nahekommen dürfte.
Mendelssohn – Rheinberger
– Reger und die Einflüsse ihrer Zeit, die der klassischen Bachschule
entgegenstanden.
Alle drei haben besonders darunter gelitten, dass neue Einflüsse in der
Harmonik und Instrumentierung durch Komponisten wie Berlioz, Liszt und Paganini
in der Mendelssohnzeit und z.B. Wagner, Strauss u.a. in der Rheinberger und
Regerzeit von Komponistenkollegen und Kritikern zum Teil größere
Aufmerksamkeit erhielten als ihre eigenen Kompositionen, die als Grundlage die
alte Bachschultradition aufweisen. Sie sahen ihren Kompositionsstil keinesfalls
als überholt an, er war durchgeistigter und von größerem Können
als der vieler Komponisten, die den neuen Zeitgeist nur imitierten und auf äußeren
Effekt aus waren, ohne die Qualität der Großen zu erreichen. Besonders
ärgerte sie, dass das von der Kritik zum Teil nicht erkannt wurde.
Mendelssohn verehrte besonders die älteren Werke Cherubinis wegen ihres
prachtvollem Kontapunktes dessen Vollendung mit einer vornehmen Ungezwungenheit
verschmilzt. In seinen späteren Kompositionen öffnet er sich jedoch
dem Zeitgeist, was Mendelssohn in folgendem Zitat kritisiert:
Mendelssohn, 1834 über die Oper „Ali Baba“ an I. Moscheles:
„So habe ich jetzt Cherubini`s neue Oper durchgesehen, und wenn ich auch
ganz entzückt war, so hat mich`s doch gejammert, wie er oft in den neuen
Pariser Ton mit einstimmt, als seien die Instrumente gar nichts und nur der
Effekt was, - mit drei und vier Posaunen um sich wirft, als hätten die
Menschen statt der Trommelfelle – wirkliche Trommelfelle, und dann in
den Finales am Ende einen Skandal und ein Wüthen mit häßlichen
Accorden macht, daß es weh thut. Daneben stehen dann Stücke aus seiner
früheren Zeit, aus Lodoiska, Medea u.s.w. so geistreich und hell wie Menschen
neben Vogelscheuchen, und so wundert mich`s nicht, daß die Oper nicht
gefallen konnte. Wer den alten Cherubini liebt, der muß sich ärgern,
wie er dem sogenannten Zeitgeschmack und dem Publikum nachgiebt, und wer den
alten Cherubini nicht liebt, dem ist doch noch immer zu viel von ihm drin...“
Mendelssohn, 1834: „Palestrina hat reformiert, als er lebte; - heute wird
er es nicht mehr, ebenso wenig wie S. Bach oder Luther. Die Menschen müssen
kommen, die den Weg weiter gehen; - die werden die Anderen weiter führen,
oder zum Alten und Rechten zurück (was man eigentlich forwärts nennen
sollte) ....“
Mendelssohn, 1834 : „Das ist es aber was jene Franzosen , (u.a. Paganini,
Anm.) von denen ich sprach, durchaus nicht ahnen, daß alles Alte Gute
neu bleibt, wenn auch das Hinzugekommende anders werden muß als das Alte,
weil es eben von neuen oder andern Menschen ausgeht.... Daß ich aber,
um Gotteswillen, nicht Bewegung und Reform verleugne, und daß ich hoffe,
auch selbst einmal in der Musik reformierend zu wirken, das siehst Du weil ich
eben ein Musiker bin, denn weiter heißt das nichts für mich.“
Mendelssohn, 1836 über den bevorstehenden Besuch Ferdinand Hiller`s : „Von
Natur liebt er Bach und Beethoven vor Allen, und schlüge sich daher am
liebsten ganz auf die ernste Seite. Aber nun gefallen ihm Rossini, Auber, Bellini
auch, mit der Vielseitigkeit kommt kein Mensch recht weiter. Das macht nun den
Stoff aller unserer Unterhaltungen...“
Mendelssohn, 1836: „Wer sitzt da? Rossini, groß und breit, in liebenswürdigster
Sonntagslaune. Ich kenne wahrlich wenig Menschen, die so amüsant und geistreich
sein können, wie der, wenn er will; wir kamen die ganze Zeit aus dem Lachen
nicht heraus. Ich habe ihm versprochen, ihm im Cäcilien-Verein die H-Moll
Messe und einige andre Sachen von Sebastian Bach vorsingen zu lassen; das wird
gar zu schön sein, wenn der Rossini den Sebastian Bach bewundern muß.
Er denkt aber, ländlich, sittlich, und will mit den Wölfen heulen.“
Mendelssohn, 1837 über die Nachfolge der Leitung des Cäcilien-Vereins:
„ - Eine lumpige Musikerzeit ist jetzt - ...ich hätte gedacht 50
sollten sich melden, und Einem die Wahl lassen, und kaum zwei sind da, die es
möglicherweise im Stande sind, und nicht Einer, der es im Geiste des Rechten,
Wahren, Edlen fortführen kann, in dem es angefangen ist, das heißt
auf gut Deutsch nicht Einer der es einsieht, daß Händel und Bach
und solche Leute über dem stehn, was sie selbst machen und sagen können.“
Mendelssohn, 1845: „Da hat Wagner wieder eine Oper fertig (Tannhäuser)
– gewiß ein geistreicher Kerl voll toller Einfälle und keck
über alle Maßen, aber er kann wahrhaftig nicht vier Takte schön,
kaum gut hintereinander wegschreiben und denken. Eben an der reinen Harmonie,
an der vierstimmigen Chorgeschicklichkeit – da fehlt es ihnen allen.
Rheinberger, 1900: „Da ich noch jung war, sah ich im Theater noch ein
Stück Ideal. Später wurde ich gescheidter und nach drei Jahren sah
ich ein, daß mein Charakter nicht in die Coulissenluft paßte, und
ging. Trotzdem nahm ich manch schöne Erfahrung und Erinnerung mit, zu denen
die darauffolgende Periode R. Wagner nicht gehörte.“
Reger, 1894: „Vorläufig kann ich mich mit der „poetischen Idee,
die jeder symphonischen Dichtung zugrunde liegen soll“, wenig befreunden;
denn bisher ist es doch noch nicht gelungen, daß Komponisten dieser Richtung
wie Franz Liszt oder Richard Strauß Werke geschaffen haben, aus denen
man mit unumstößlicher Gewißheit herauslesen kann, daß
die „alte Form“ überlebt sei....Im Grunde sind wir alle Epigonen
Johann Sebastian Bachs. Leider besaß Beethoven nicht die Beherrschung
der kontrapunktischen Künste so eminent wie Bach sie hatte – daher
auch sooft bei Beethoven die nicht wegzuleugnende Härte des Satzes in bezug
auf Fugen-Technik“
Reger, 1900: „Ich begrüße jede Orgelkomponistenerscheinung,
die den Stempel des reinen,
unverfälschten Deutschtums an sich trägt, mit besonderer Freude, da
man leider nur zu oft sehen muß, wie deutsche Orgelkomponisten den französischen
und englischen Stil nachäffen.... Was ich unter „Deutschtum“
bei Orgelmusik verstehe, ist natürlich nicht Chauvinismus – ist ganz
und gar unpolitisch; der Ausdruck Deutschtum ist für mich da eben nur „Gattungsbegriff“;
wir könnten sagen „bachisch“, d.h. aus klassischem Geist geboren.
Und nun: mir kann gewiß niemand im geringsten rückschrittliche Tendenzen
vorwerfen, im Gegenteil; ich marschiere auf „linkster Seite“. Allein
was Orgelmusik betrifft, so kann ich da auf Grund tiefgehendster Studien nur
sagen: „Jede Orgelmusik, die nicht im Innersten mit Bach verwandt ist,
ist unmöglich“. Natürlich darf dieser Satz nicht pedantisch
verstanden und
angewandt werden. Unsere französischen und englischen Orgelkomponisten
sind aber die reinsten „Antipoden“ Bachs, und ich muß deren
Orgelmusik durchaus ablehenen!“
Reger, 1905 an Karl Straube: „Ich teile ganz Deine Ansicht betreffs Bach.
Es ist zweifellos, daß unsere heutige Orchester-Farbenmusik (dekorativer
Tendenz) sich von dem, was Musik eigentlich ist und will, sehr bedenklich entfernt
hat! Allein, dagegen ist jetzt wenig zu machen, solange die „Fortschrittsphilister“
am Ruder sind!“
Mendelssohn – Rheinberger – Reger – Mauersberger als
Wegbereiter, Bearbeiter und Dirigenten Bachscher Kompositionen
Mendelssohn gilt als Wegbereiter Bachscher Kompositionen. Mit seinem Freund
Eduard Devrient gewinnen sie den anfänglich widerstrebenden Zelter für
eine Aufführung der Bachschen Matthäuspassion durch die Berliner Singakademie.
Gleichzeitig wird das verschollen gewesene Werk bei Schlesinger in Druck gegeben,
in wenigen Dingen durch Mendelssohn revidiert. So hatte er etwa das einzige
Rezitativ „Der Vorhang im Tempel zerriß in zwei Stück“
anders instrumentiert und einige Kürzungen eingetragen. Mendelssohns Schwester
Fanny Mendelssohn gibt dem Freund Klingemann in London ausführlichen Bericht
1829: „Die Leute staunten, gafften, bewunderten, und als nach einigen
Wochen die Proben auf der Akademie selbst begannen, da zogen sie erst die längsten
Gesichter vor Staunen, daß solch ein Werk existierte, wovon sie, die Berliner
Singakademisten!, nichts wüßten. Als das begriffen war, fingen sie
mit wahrem und warmem Interesse zu studieren an. Die Sache selbst, das Neue,
Unererhörte der Form interessierte, der Stoff war allgemein ansprechend
und verständlich. Devrient trug die Rezitative wunderschön vor. Wie
alle Sänger schon von den ersten Proben an ergriffen waren und mit ganzer
Seele an das Werk gingen, wie sich die Liebe und Lust bei jeder Probe steigerte
und wie jedes neu hinzutretende Element – Sologesang, dann Orchester –
immer von neuem entzückte und erstaunte, wie herrlich Felix einstudierte
und die früheren Proben am Fortepiano von einem Ende zum andern auswendig
akkompagnierte, das sind lauter unvergeßliche Momente. Zelter, der in
den ersten Proben mitgewirkt hatte, zog sich nach und nach zurück und nahm
in den späteren Proben mit musterhafter Resignation seinen Sitz unter den
Hörern. In der Hauptprobe jedoch erklärte er feierlich vor allen Mitwirkenden,
daß seine Zweifel an der Möglichkeit der Wiedererweckung des schwierigen
Werkes zu neuem Leben durch das, was sein genialer dirigierender Schüler
geleistet, völlig besiegt seien. Und der alles andere als sentimentale
Professor umarmte vor aller Augen gerührt seinen Schüler. Nun verbreitete
sich durch die Akademie selbst ein so günstiges Urteil über die Musik,
das Interesse ward in jeder Beziehung und durch alle Stände hindurch so
lebhaft angeregt, daß am Tage nach der ersten Konzertankündigung
bereits alle Eintrittskarten vergriffen waren und in den letzten Tagen über
tausend Menschen zurückgehen mußten. Mittwoch, den 11. März,
war die erste Aufführung, die man, unbedeutende Versehen der Solosänger
abgerechnet, durchaus gelungen nennen konnte... Der überfüllte Saal
gab einen Anblick wie eine Kirche; die tiefste Stille, die feierlichste Andacht
herrschte in der Versammlung; man hörte nur einzelne unwillkürliche
Aeußerungen des tieferregten Gefühls; was man so oft mit Unrecht
von Unternehmungen dieser Art sagt, kann man hier mit wahrem Recht behaupten:
daß ein besonderer Geist, ein allgemeines höheres Interesse diese
Aufführung geleitet habe und daß ein jeder nach Kräften seine
Schuldigkeit, manche aber mehr taten. So Rietz, der das Ausschreiben aller Instrumentalstimmen
mit Hilfe seines Bruders und Schwagers übernommen, und denen dreien man
nach beendeter Arbeit kein Honorar aufzudrängen vermochte.“
Einhundert Jahre nach seiner Entstehung wird das Werk durch den zwanzigjährigen
Mendelssohn zu neuem Leben erweckt. Dieses Ereignis steht am Beginn einer Bewegung
zur Neubelebung des kompositorischen Werkes Bachs, die sich bis in unsrere Tage
fortsetzt.
Rheinberger bearbeitet die damals kaum
mehr bekannten „Goldberg-Variationen“ J. S. Bachs 1833 für
zwei Klaviere um sie für den praktischen Gebrauch wieder zugänglich
zu machen.
Reger, 1896: „Was von Bach-Arrangemants erscheint? – Also: Präludium
und Fuge D-Dur für Pianoforte zu zwei Händen von Max Reger bei Augener
& Co. London. Am 1.Juli erscheint Präludium und Fuge G-Dur für
Pianoforte zu vier Händen übertragen. Am 1. August Präludium
und Fuge A-Moll, am 1. September Präludium und Fuge Es-Dur, am 1. Oktober
Präludium und Fuge E-Moll, am 1.November Phantasie und Fuge in G-Moll,
alles zu vier Händen. Am 1.Dezember dasselbe zu zwei Händen.“
Reger komponiert in Verehrung zu Bach: op. 81 - Variationen und Fuge über
ein Thema von J. S. Bach für Klavier zu 2 Händen.
Erhard Mauersberger und die Bach - Pflege
Erhard Mauersberger wuchs schon mit Aufnahme in den Thomanerchor 1914 in die
großen Traditionen der Bach – Pflege hinein. Der Thomaskantor Gustav
Schreck war für ihn Vorbild für seine künftigen Tätigkeiten
als Kirchenmusikdirektor, Hochschullehrer und als Thomaskantor. Seine erstes
kirchenmusikalisches Amt fand er 1925 in Aachen, an den Orgeln der Christus-
und Annakirche, als Leiter des Bach-Vereins. 1930 übernahm er in Bachs
Geburtsstadt Eisenach die Ämter des Landeskirchenmusikwarts der Ev. –
Luth. Kirche in Thüringen und des Kantors an St. Georgen, Bachs Taufkirche.
Er leitete den Georgenkirchenchor und den Bachchor. 1961 wurde er Thomaskantor
in Leipzig. Im selben Jahr leitete er eine denkwürdige Aufführung
der „Matthäuspassion“, mit den Thomanern und Mitgliedern des
Eisenacher Bachchores. Unter den Zuhöreren befand sich der russische Komponist
Aram Chatschaturjan, der sehr beeindruckt war: „Die Aufführung hat
in mir einen tiefen Eindruck hinterlassen. Ich fühlte mich sofort in die
Atmosphäre und den Geist Bachs versetzt“. Von den ca. 240 geistlichen
und weltlichen Kantaten Bachs, erklangen unter Mauersbergers Leitung 144 in
rund 300 Aufführungen. Aus der Reihe der Veranstaltungen, an denen die
Thomaner und ihr Kantor von 1961 – 1972 mitgewirkt haben, ragen vor allem
die ersten beiden Internationalen Bach – Feste 1966 und 1970 heraus. Er
führte nicht nur bekannte Werke Bachs auf wie 1966 die Johannes Passion,
sondern
auch selten Gehörtes: die drei Ratswechselkantaten der jahre 1725, 1728
und 1731, „Lobe den Herren“ (BWV 137), „Gott, man lobet dich“
(BWV 120) und „Wir danken dir, Gott,“, Motetten von Thomaskantoren
vor Bach, zwei Sätze aus einer Messe von Johann Rosenmüller und eine
Choralkantate von Max Reger.
Eine erste Würdigung fanden Erhard Mauersbergers Verdienste um die Bach-Pflege
schon 1963 durch die Berufung zum Präsidenten des soeben gegründeten
Johann-Sebastian-Bach-Komitees der DDR. Ihm oblagen die Vorbereitung und Durchführung
aller zentralen Ehrungen für Bach, insbesondere der alle vier Jahre in
Leipzig stattfindenden Internationalen Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerbe und
der Internationalen Bach-Feste.
1972 bat Prof. Mauersberger aus Gesundheits- und Altersgründen um seine
Abberufung aus dem Amt des Thomaskantors. Am 28. April 1972 wurde Erhard Mauersberger
feierlich aus seinem Amt verabschiedet. Einige Jahre später schrieb er
in der evangelischen Monatsschrift STANDPUNKT im Rückblick auf seine Zeit
als Thomaskantor: „Als ich den Taktstock nach dieser meiner letzten Amtshandlung
aus den Händen legte, geschah es, wie schon immer in meiner Arbeit, in
dem Bewußtsein, Bach in ihr gesucht zu haben“.
Thomas Ratzak Februar 2003
Quellenverzeichnis:
Die Musik in Geschichte und Gegenwart (MGG)
A. Richter – Mendelssohn – Leben Werke Dokumente
P. Ranft – Felix Mendelssohn Bartholdy – Eine Lebenschronik
H. C. Worbs - Felix Mendelssohn Bartholdy
E. Donner - Felix Mendelssohn Bartholdy – Aus der Partitur eines Musikerlebens
R. Schumann – Erinnerungen an Felix Mendelssohn Bartholdy
H. Weiss - Felix Mendelssohn Bartholdy
E. Weissweiler – Fanny und Felix Mendelssohn B. – Die Musik will
gar nicht rutschen ohne Dich
Paul Mendelssohn Bartholdy – Briefe von Felix Mendelssohn Bartholdy aus
den Jahren 1833 –1847
H. J. Rothe - Felix Mendelssohn Bartholdy – Briefe aus Leipziger Archiven
W. Konold - Felix Mendelssohn Bartholdy und seine Zeit
Irmen – Gabriel Joseph Rheinberger als Antipode des Cäcilianismus
Wanger - Gabriel Joseph Rheinberger – Leben und Werk in Bildern
E. von Hase-Koehler – Max Reger – Briefe eines deutschen Meisters
S. Popp – Max Reger – Briefe an Karl Straube
Reger-Festkomitee – Max Reger – Beiträge zur Regerforschung
W. Hanke – Die Thomaner
Vielen Dank Herrn Ralf Wehner von der Mendelssohn
Forschungstelle in Leipzig für die freundliche Unterstützung.